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Samstag, 30. Juli 2016

Seit der Wetterbericht von der Tendenz her schöner sagt, tut das Wetter genau das Gegenteil.

Eigentlich hätte es ja ab Donnerstag schöner werden sollen, aber tatsächlich regnete es am Donnerstag von der Früh weg immer wieder mal.

Davon ließen sich aber zwei junge Burschen nicht abschrecken und stiegen in den Königsjodler ein.

Dafür, dass es erst ihr zweiter Klettersteig war, ein ambitioniertes Vorhaben.

Bei uns auf der Hütte war am Abend recht viel los, denn viele hatten auf den Wetterbericht vertraut und waren zum Matrashaus aufgestiegen.

Abends gegen halb acht Uhr kam ein Telefonanruf von Christoph, dem Ortsstellenleiter der Bergrettung Dienten herein.

Bei Ihnen war ein Notruf vom Königsjodler eingegangen. Zwei junge Burschen konnten nicht mehr weiter und mussten geborgen werden.

Wo sich die beiden befanden, konnte nicht genau festgestellt werden, klar war aber sie waren schon im oberen Teil des Klettersteigs.

Rund um die Hütte war dichter Nebel, also kein Flugwetter für einen Hubschrauber.

Eine Gruppe Bergrettung war bereits im Aufstieg von der Erichhütte, aber trotzdem wäre es gut zu wissen, wie weit oben sich die beiden im Klettersteig befanden.

Zum Glück war heute Thomas, ein Bergführer aus Saalfelden mit einer Gruppe am Matrashaus. Ich konnte das Telefon gleich weiter reichen, und kurze Zeit später war Thomas schon unterwegs in Richtung Königsjodler um nach den Beiden zu suchen.

Neben Bier und Essen ausgeben beobachtete ich intensiv das Wettergeschehen und ganz besonders die Wolkenentwicklung.

Ich hatte auch mit Lugi, dem Wirt von der Erichhütte telefoniert. Er ist selbst Mitglied der Bergrettung Dienten und über deren Einsätze informiert.

Der Hubschrauber stand bei ihm unten an der Erichhütte , ein Start machte aber keinen Sinn, denn wir heroben waren nach wie vor in dichte Wolken gehüllt.

Plötzlich riss die Wolkendecke doch auf und wir hatten zum ersten Mal einen Blick Richtung Hoher Kopf, dort wo der Königsjodler endet.

Die Wolken verziehen sich überm Hochkönig
 
Die Wolken verzogen sich hier oben auf der Hochfläche immer mehr, aber der strenge Westwind drückte die über die Südwand aufsteigenden Wolken weiter nach unten.
Der Königsjodler wurde einfach nicht wolkenfrei.
 
Thomas, der Bergführer, hatte Funkkontakt mit der Einsatzleitung der Bergrettung. Hier am Matrashaus haben wir nämlich ein Funkgerät der Bergrettung, das schon oft gute Dienste geleistet hat. Er war bis zu dem punkt abgestiegen an dem man den Kummetstein sieht, bis dorthin aber niemanden entdecken können. Die beiden Hilfesuchenden waren also vermutlich noch auf der Südseite des Kummetsteins.
 
In der Zwischenzeit zeigte sich draußen ein eindrucksvoller Sonnenuntergang, der natürlich von den Gästen bewundert wurde, während  eine Gruppe Bergretter von unten  den beiden Burschen zu Hilfe eilte.
Sonnenuntergang am Hochkönig
 
Ich telefonierte wieder mit Lugi von der Erichhütte, denn auf der Nordseite  des Hochkönigs überm Blühnbachtal, waren schon seit längerer Zeit keine Wolken mehr.
Wenn der Hubschrauber also von der Erichhütte unter der Wolkendecke nach Werfen käme, hätte er eine Chance um auf die Hochfläche zu kommen.
 
Ich versorgte weiter unsere Gäste als draußen das Knattern von Hubschrauberrotoren zu hören war.
 
Der Polizeihubschrauber überm Hohen Kopf
 
Der Polizeihubschrauber kreiste um den Hohen Kopf, zog aber nach ein paar Minuten wieder ab. Ich hätte vermutet, dass damit der Hubschrauber Einsatz beendet wäre, denn inzwischen wurde es schon immer dunkler.
Da hatte ich mich aber getäuscht, denn kurz darauf war erneut der Hubschrauber zu hören, er landete drüben beim Hohen Kopf und setzte zwei Bergretter ab.
Und kaum zu glauben, im letzten Dämmerlicht wurden in einem dritten Flug noch zwei weitere Bergretter vom Hubschrauber am Klettersteig Ausstieg abgesetzt.
 
Der Polizeihubschrauber im letzten Dämmerlicht
 
Ich denke da kann man wirklich von einer fliegerischen Meisterleistung sprechen.
In der Dunkelheit war auch Thomas wieder vom Klettersteig zurück gekommen, die Zeit näherte sich schon bedrohlich der Hüttenruhe um zehn Uhr.
Die Bergretter hatten inzwischen die beiden unterkühlten und völlig erschöpften Klettersteigaspiraten erreicht. Mit Hilfe von Infusionen und Werner, dem Bergrettungsarzt konnten sie wieder soweit hergerichtet werden, dass sie mit den Bergrettern übers Birgkar absteigen konnten.
Auf der Webcam mit dem Blick über den Königsjodler konnte ich vorm Schlafengehen noch den Abstieg der Bergretter, gekennzeichnet durch ihr Licht der Stirnlampen beobachten.
Wen es interessiert, auf der Webcam am 28.7. Uhrzeit     sieht man das Licht ihrer Stirnlampen imBirgkar.
 
Am nächsten Morgen telefonierte ich nochmal mit Lugi auf der Erichhütte. Bis er nach dem Einsatz ins wohlverdiente Bett fallen konnte war es auch halb drei Uhr morgens geworden. Davon kriegen halt die ganzen Gäste am nächsten Tag nichts mit.
Sie erwarten einen gut gelaunten, weil ausgeschlafenen Hüttenwirt.
 
Und auch die Bergretter müssen am gleichen Morgen wieder in die Arbeit. Was da alles noch dran hängt wird oft nicht bedacht, und klingt nicht einmal in dem sehr zurückhaltenden Bericht der Bergrettung durch.
Dort heißt es ganz lapidar: Einsatzende war um 2:00 Uhr.

http://www.bergrettung-salzburg.at/news/news-detail/einsatz-am-koenigsjodler-klettersteig/

 

 

Dienstag, 26. Juli 2016

 

So beständig letztes Jahr das Wetter gewesen ist, so unbeständig ist es in diesem Jahr.

Seit, man muss schon fast sagen Wochen, klingt der Wetterbericht annährend gleich.

"Unbeständig im Laufe des Tages immer mehr Wolken und nochfolgend Regenschauer und Gewitter."

 

Der einzige Unterschied der sich in den Prognosen zeigt ist, ab wann mit den nachfolgenden Regenschauern und Gewittern zu rechnen ist.

Mal schon eher am Vormittag oder aber auch erst ab dem späten Nachmittag.

 

Bei uns hier oben sind bisher die Regenschauer meist erst ab dem späten Nachmittag aufgetaucht, und Gewitter hatten wir bisher erst ein einziges das wirklich heftig gewesen ist.

 

Wer früh am Morgen  aufgebrochen ist und nicht später als ein Uhr am Nachmittag bei uns auf der Hütte ankam, war bisher immer auf der sicheren Seite.

Ich denke daran wird sich auch die nächsten Tage nichts ändern.

 

Aber gerade durch die unbeständige Wetterlage ergeben sich oft ganz ungewöhnliche und besonders schöne Wolkenstimmungen.

Wer unbedingt bei garantiert sicher schönem Wetter den Hochkönig besteigen will, wird nach momentanem Stand die nächsten Tage wenig Chancen haben.

 

Sonnenaufgang am 23.Juli 

 

Fast jeden Morgen hatten wir zumindest für kurze Zeit ein paar außergewöhnliche Eindrücke vor der Hütte. 

Natürlich war das Matrashaus aber oft auch genauso schnell wieder in eine dichte Nebeldecke gehüllt.

 

Sonnenaufgang am 24. Juli

 

der Westgipfel und Klettersteigausstieg am 24. Juli morgens

 

Gelegentlich haben sich die Quellwolken aber auch zurück gehalten, und einmal starteten sogar zwei Gleitschirmflieger direkt vom Hochköng Gipfel.

 

Gleitschirmflieger starten am Hochkönig mittags am 24. Juli

 

Flug in die Wolken

 

Obwohl es an diesem Tag am Abend geregnet hat, riss die Wolkendecke kurz auf, und die wenigen Gäste die wir über Nacht hatten erlebten einen auch für uns gänzlich ungewöhnlichen Sonnenuntergang.

 

Abendstimmung am 24. Juli

 

Was erwartet uns jetzt für das Wochenende?

 

Im wesentlichen hat sich am Wetterbericht nicht viel geändert.

Es ist keine stabile Wetterlage in Sicht.

Von der Tendenz her scheint es aufs Wochenende hin besser zu werden. 

Wenn der Wetterbericht noch heute Vormittag von einem sommerlichen Mix aus Sonne, Wolken und Regenschauern sprach, heißt es jetzt:

 

Am Samstag ist es in ganz Salzburg überwiegend sonnig mit ein paar Quellwolken und einzelnen Wärmegewittern am Nachmittag.

 

Also weiterhin den Wetterbericht im Auge behalten in welche Richtung die Tendenz geht.

Ich befürchte aber, das Wort "Wärmegewitter" wird wahrscheinlich auch die nächsten Tage nicht aus den Wetterberichten verbannt werden.

 

 

Freitag, 22. Juli 2016

Seit Dienstag war das Wetter gefühlt immer deutlich besser als es der Wetterbericht vorrausgesagt hatte.. Wir hatten jeden Tag am Morgen schönes Wetter und auch die angekündigten Regenschauer und Gewitter ließen sich die meiste Zeit erst abends am Hochkönig blicken.

 

Insgesamt war die Tendenz des Wetterberichts von Beginn der Woche bis heute auch immer besser werdend.

Wenn ich mir die Vorrausschau für morgen Samstag noch von Anfang der Woche in Erinnerung rufe, dann sah das schon fast wie Weltuntergangsstimmung aus.

Jetzt hört sich das schon viel besser, nämlich so an:

 

(Bergwetterbericht der ZAMG)

Am Samstag wird es im Gebirge zunehmend unbeständig. Zwar ist es bis in die Mittagszeit meist noch freundlich und die Sicht gut, dann werden aber Regenschauer und Gewitter bald häufiger und breiten sich auf die meisten Gebirgsgruppen aus.....

 

und für Sonntag:

Die Sicht wechselt am Sonntag im Gebirge oft und ist zeitweise durch tiefe Wolken eingeschränkt. Erste Schauer sind schon am späten Vormittag möglich, am Nachmittag werden sie häufiger und breiten sich aus. Auch einzelne Gewitter sind möglich.

Aus meiner Sicht bedeutet das, wer früh genug unterwegs ist, also bis spätestens am frühen Nachmittag am Matrashaus ankommt, betritt noch  relativ sicher trockenen Fußes die Hütte.

Auch am Sonntag sollte der Wetterbericht noch für einen trockenen Abstieg reichen.

Eine ganz andere Sache ist wieder mal der Klettersteig Königsjodler.
Die übliche Zeit vom Parkplatz Erichhütte bis zu uns ins Matrashaus sind 8-10 Stunden.
Wenn wir jetzt mal den frühen Nachmittag mit 14:00 Uhr annehmen, müsste man gegen 4.00 Uhr vom Auto starten um halbwegs auf der sicheren Seite zu sein.
Aber wie gesagt nur, wenn man sich im üblichen Zeitrahmen bewegt, alles andere wird schnell sehr viel riskanter und gefährlicher.
 
Es ist zwar eine Selbstverständlichkeit, aber weil es immer wieder außer acht gelassen wird.
Wenn schon beim Zustieg, oder im unteren Teil des Klettersteigs das Wetter schlechter wird, nicht denken der Hüttenwirt hat ja gesagt, das Gewitter kommt ja erst am frühen Nachmittag. 
Sondern rechtzeitig umkehren!
Gewitter halten sich nämlich nicht an Wetterberichte, und auch die Meinung eines Hüttenwirts ist den Gewittern schnurzegal.
 

Mittwoch, 20. Juli 2016

Der Wetterbericht hat diesmal recht behalten, gestern Abend gab es einen tollen Sonnenuntergang und auch der Sonnenaufgang heute morgen war beeindruckend.

Der Vollmond ging im Osten auf und gleichzeitig die Sonne im Westen unter, und am Morgen genau umgekehrt.

Diese Konstellation haben wir nicht oft im Jahr.

 

Zu den Verhältnissen am Herzogsteig beim Übergang ins Steinerne Meer habe ich auch Neuigkeiten.

Der Herzogsteig ist bis auf ein/zwei ganz kurze Schneefelder inzwischen schneefrei.

Diese Schneefelder wären notfalls auch im Schrofengelände zu umgehen.

 

Ich vermute das beim Aufstieg zu den Teufelslöchern die Verhältnisse ähnlich sein werden.

 

Im Birgkar sind auch noch ein paar kurze Schneefelder, das längste soll angeblich so um die 20-30 Meter sein.

Also Vorsicht ist angesagt. Ich habe bei solchen Verhältnissen ganz gerne einen leichten Aluminium Pickel im Rucksack. 

 

Alle anderen Wege, auch der Klettersteig Königsjodler sind gut zu begehen.

 

Das Wetter bleibt aber leider nicht so stabil wie heute und zum Wochenende hin soll es sogar noch unbeständiger werden.

Der Wetterbericht war aber schon schlechter.

Warten wir mal ab was er morgen sagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Das Matrashaus am Hochkönig in Österreich

 

Das Matrashaus ist eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Alpen. Die Hütte steht auf 2941m direkt am Gipfel des Hochkönig.
Eigentümer des Franz-Eduard-Matras Haus ist der Österreichische Touristenklub (ÖTK).
Durch die einzigartige Lage hat man vom Matrashaus einen Ausblick auf über 200 Dreitausender. Der Blick reicht vom Toten Gebirge über den Großglockner bis zur Zugspitze.
Berühmt sind der Sonnenauf- und -untergang am Matrashaus.

Da alle Zustiege vom Tal aus sehr weit sind, wird die Hütte ausschließlich mit dem Hubschrauber versorgt.

Matrashaus im Morgenlicht

G'schichten vom Hüttenwirt

Wenn ihr mehr über das Matrashaus wissen wollt, dann schaut einfach rein in die "Geschichten vom Hüttenwirt" unter "Extras" ...

Webcams Matrashaus

Webcam Matrashaus
Blick vom Matrashaus / Hochkönig 2941 m ü.NN in Richtung S/O,links die Torsäule mit Normalanstieg (Aktualisierung alle 15 Min. von 6:00 - 20:45 Uhr)
 

Blick vom Matrashaus über den Königsjodler nach Südwesten
(Bildquelle: www.foto-webam.eu)

Eine Hütte des Österreichischen Touristenklubs ÖTK

ÖTK Österreichischer Touristenklub

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Roman Kurz
Hüttenwirt vom F.E. Matrashaus / Hochkönig
A-5505 Mühlbach, Austria
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Tel. Tal: +49 (0)8650-984733 (im Winter)

Für Reservierung/Stornierung benutzen Sie bitte unser Reservierungsformular (erreichbar über "Übernachtung >> Reservierungen").

Internet: www.matrashaus.at

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