Wie schwierig oder gefährlich ist der Weg?

Eine schwierig zu beantwortende Frage.

Die beiden Normalwege vom Arthurhaus und von der Ostpreuenhütte sind zwei alpine Steige. Man muss nirgendwo klettern, wobei es aber an beiden Wegen Stellen gibt, an denen man schon die Hände benutzen muss.

Es gibt auch zwei/drei Stellen an denen ein Absturz gefährlich ist. Aber auch ein Treppensturz ist gefährlich.

Bei guten Verhältnissen und stabilem Schönwetter sind oft viele Leute auf dem Weg zum Hochkönig.

Bei schlechtem Wetter braucht es schon deutlich mehr alpine Erfahrung, um sicher zum Mattashaus zu kommen. 

Die größte Gefahr auf diesen Wegen besteht weniger in den technischen Schwierigkeiten einzelner Wegstrecken, sondern im hochalpinen Charakter einer Hochkönig Besteigung. Selbst im vermeintlichen Hochsommer kann es hier jederzeit schneien und der eisige Wind kühlt bei unzureichender Bekleidung sehr schnell den Körper aus.

Wer dann nicht die nötige Erfahrung besitzt um richtig zu entscheiden weitergehen oder doch besser umkehren, gerät schneller als er denkt in Gefahr.Nicht zu unterschätzen ist auch der psychische Druck.

Bei richtig schlechtem Wetter, allein oder zu zweit verantwortlich für die richtige Orientierung zu sein, immer im Bewußtsein eine falsche Entscheidung kann zu großen Problemen führen, das ist schon eine ganz andere Hausnummer, als bei schönem Wetter mit vielen Gleichgesinnten auf den Gipfel zu pilgern. 

 

Die anderen Anstiege auf den Hochkönig (Birgkar, Teufelslöcher und Herzogsteig) sind deutlich schwieriger und gefährlicher als die Normalwege. 

Dort bewegt man sich einen großen Teil des Weges andauernd im Absturzgelände und auch die technischen Schwierigkeiten sind nicht zu vergleichen mit den beiden Normalwegen.

Dort muss teilweise richtig geklettert werden und man bewegt sich im I ten oder II ten alpinen Schwierigkeits Grad.

Wobei das Birgkar dabei noch eine zusätzliche Gefahr birgt. Es ist sehtr Steinschlag gefährdet. ich persönlich meide das Birgkar soweit wie möglich.