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24. September 2013 Tragisches Ende

In der Nacht von Montag auf Dienstag ist hier am Hochkönig, keine 200 Meter vor der Hütte eine Frau, ihr Name war Renate, ums Leben gekommen.

Renate war

 mit ihrem Partner Alex so gegen halb sieben am Abend aus dem Klettersteig ausgestiegen. Das Wetter hatte sich inzwischen dramatisch verschlechtert, und die beiden kämpften sich durch den Schneesturm Richtung Matrashaus. Renate war schon am Ende ihrer Kräfte. Weil sie aber auch keine Handyverbindung hatten konnten sie keine Hilfe alarmieren.Um halb zehn Uhr nachts hatten sie zufällig Handyverbindung und haben uns auf der Hütte alarmiert.

ich bin alleine los um die beiden zu suchen, und fand sie keine 200 -300 Meter vor der Hütte. Renate konnte nicht mehr gehen, war eigentlich schon im Delirium. Ich erkannte sofort, wenn Renate nicht sofort in die Hütte kommt, wird sie diesen Tag nicht mehr überleben. Ich versuchte sie zu tragen, aber Renate war schon so weggetreten, dass sie sich dagegen wehrte.

Ich bin zurück zum Matrashaus, um Hilfe zu organisieren. Nur zu zweit haben wir versucht sie mit der Gebirgstrage ins Matrashaus zu tragen, aber so gegen halb ein Uhr in der Nacht ist sie knapp vor der Hütte gestorben. Wenigstens konnten wir ihren Freund noch retten.

Obwohl es so knapp war, hatte Renate keine Chance

 

Am nächsten Morgen, es war ein wunderschöner Sonnenaufgang wollte die Polizei die Tote mit dem Hubschrauber bergen. der Wind war aber zu stark für eine Hubschrauberbergung. Mit Alpinpolizei und Bergrettung haben wir Renate zum Matrashaus getragen. Hier liegt sie, und wartet auf ihren Abtransport.        

Wir haben für Renate eine Totenkerze aufgestellt.

 

Heute morgen um dreiviertel sieben klingelt das Telefon:

"Grüß Gott ich möchte für meinen Mann ein Zimmer reservieren, er wird es aber nicht bis fünf Uhr am Abend schaffen, weil wir sind aus dem Bayrischen Wald, und er fährt jetzt nachher erst los, und kann erst um Ein Uhr am Arthurhaus losgehen"

"Es hat einen Grund warum wir nicht länger als bis 17:00 Uhr reservieren, und ich kann ihrem Mann nur dringend abraten so spät loszugehen!" habe ich zu der Frau am Telefon gesagt.

" Mein Mann ist 74 Jahre alt und hätte schon gerne ein Zimmer."

"Gute Frau, wenn ihr Mann 74 Jahre alt ist und erst um eins am Arthurhaus losgeht schafft er es nie bis fünf zu uns auf's Matrashaus. Dann hat er keinerlei Reserve nach hinten."

"Mein Mann ist beim Alpenverein und Watzmann Besteiger. Überall steht die Gehzeit ist 4 bis 5 Stunden. Vielleicht schafft er es ja schon um zwölf zum losgehen."

Liebe Leute,Ihr könnt mit dem Hüttenwirt verhandeln, ob er Euch auch nach 17:00 Uhr ein Zimmer reserviert, Ihr könnt mit mir auch noch darüber verhandeln ob ich Euch spät abends noch eine warme Suppe koche, aber ihr könnt weder mit dem Berg noch mit dem Wetter verhandeln. Vor allem dann nicht wenn es um die Zeit geht!

Unwetter halten sich weder an einen Zeitplan noch an einen Wetterbericht.Und auch eine weite Anreise ist dem Gewitter wurscht.

Auch zu Renate und Alex hatte ich gesagt, sie sollten spätestens um 17.00 Uhr auf der Hütte sein. Die beiden sind gegen dreiviertel neun an der Erichhütte gestartet. Sie waren einfach zwei Stunden zu spät dran, und hatten dann bei dem Unwetter einfach keine Chance mehr.

Zum Glück gehen solche Fehler in den allermeisten Fällen doch noch gut aus, wenn doch einmal nicht, dann enden solche Fehler meistens tragisch.

Kontakt

 

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Roman Kurz
Hüttenwirt vom F.E. Matrashaus / Hochkönig
A-5505 Mühlbach, Austria
Tel. Hütte :   0043 6467 7566
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Tel. Tal: +49 (0)8650-984733 (im Winter)

Für Reservierung/Stornierung benutzen Sie bitte unser Reservierungsformular (erreichbar über "Übernachtung >> Reservierungen").

Internet: www.matrashaus.at

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