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Gschichten vom Hüttenwirt

7. Sept. 2010 : gefährliche Unvernunft

Heute um kurz nach halb zehn Uhr kam eine vierköpfge Gruppe in stockdunkler Nacht bei Nebel und leichtem Nieseln ziemlich erschöpft im Matrashaus an. Auf meine Frage, wo sie denn um diese Zeit noch herkämen, erzählten sie mir folgende Geschichte:

Mittags waren sie am Parkplatz der Erichhütte und wollten eigentlich den kurzen Klettersteig am Grandlspitz gehen. Am Parkplatz trafen sie sie die vier Bergsteiger, die gestern am Klettersteig waren. Diese sagten ihnen, der Königsjodler sei kein Problem. Als sie dann gegen 14.00 Uhr am Einstieg vom Königsjodler waren, und dort die Zeitangabe von 5 bis 7 Stunden gelesen haben, entschlossen sie sich für den Birgkarsteig, weil sie da noch eine Zeitangabe von von viereinhalb Stunden im Kopf hatten. Sie rechneten allerdings nicht mit den schlechten Verhältnissen im Birgkar, und so lief ihnen Zeit davon. Soweit die eine Version. Am nächsten Tag wurde ich von den vier Bergsteigern angerufen, und die erzählten mir die Geschichte ganz anders: von der vierköpfigen, deutschen Gruppe sind sie nach den Verhältnissen am Königsjodler befragt worden. Es läge teilweise noch Schnee, sei aber machbar, so ihre Ausage. Für den nächsten Tag raten sie vom Königsjodler ab, weil der Wetterbericht für den Nachmittag schlecht wäre. Der Königsjodler sei nicht zu unterschätzen und sehr lange. Der Abstieg übers Birgkar sei wegen des vielen Schnees zu gefärlich.Von einer Begehung des Königsjodler noch an diesem Nachmittag sei überhaupt keine Rede gewesen. Was dort am Parkplatz tatsächlich gesagt wurde, wissen nur diese acht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass oft bei Informationen nur das herausgehört wird, was in die eigenen Pläne passt, die unbequemen Infos werden ausgeblendet. Als die vier an der Erichhütte vorbei kamen, sagte ihnen der Hüttenwirt, dass sie für den Königsjodler viel zu spät dran sind, worauf er die Antwort bekam: " Wir sind jetzt 10 Stunden mit dem Auto angefahren, und da machen wir das auch." Für den Klettersteig Königsjodler brauchen 90 Prozent der Begeher eine Zeit von 8 bis 10 Stunden von der Erichhütte bis zum Matrashaus. Wirklich gute und erfahrene Bergsteiger schaffen es in 5 bis 6 Stunden. Ich nenne das die "Einheimischenzeit".

Es gibt viel mehr langsamere als schnelle Klettersteiggeher. Jetzt kann man natürlich der Meinung sein, dass diese langsamen Begeher am Königsjodler nichts verloren haben. Das wird aber nichts daran ändern, dass auch weiterhin der Großteil der Königsjodler Begeher eine Zeit von acht bis zehn Stunden brauchen wird. Wohlgemerkt, dass ist nur die Zeit für den Aufstieg bei guten Verhältnissen!

Für den Aufstieg durchs Birgkar liegt die übliche Zeit bei 5 bis 6 Stunden. Aber auch nur bei guten Verhältnissen.

Die vier deutschen Bergsteiger hätten im Birgkar besser frühzeitig umgedreht als sie merkten, dass die Verhältnisse immer schlechter werden, und ihnen die Zeit davon läuft. Dass sie mit ihrem Verhalten sich selbst gefährdet haben, ist ihre eigene Entscheidung. Die Verantwortung dafür aber den vier Tirolern in die Schuhe zu schieben ist unfair!







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Roman Kurz
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